Eis essen gehen ist einer der Wünsche einer jeden Schülergeneration. Der findige Chemie- oder Physiklehrer geht darauf nicht ein; er macht es selbst!
Eis herstellen passt nicht in den Naturwissenschaftsunterricht? Auch in der Herstellung von Eis steckt viel Chemie oder Physik. Das Thema Aggregatzustände lässt sich ideal damit abschließen, wie auch das Thema Kristallisation.
Warum Kristallisation? Das Wasser bildet beim Abkühlen kristallartige Gebilde. An den zunächst kleinen Kristallisationskeimen lagert sich immer mehr Wasser zu großen Strukturen zusammen, die wir als Eis bezeichnen. Zwischen Eis und Eiscreme gibt es nun noch einen wichtigen Unterschied.
Wer einmal in einen Eiswürfel, oder ein angetautes und wieder eingefrorenes Eis gebissen hat, kennt ihn schon. Im Gegensatz zur zarten Eiscreme ist das massive Eis kaum genießbar. In der Eiscreme ist das komplette Auskristallisieren des Eises durch starkes Rühren verhindert worden. Auch Eigelb wird als Emulgator oftmals dazu benutzt das übermäßige Auskristallisieren des Eises zu verhindern und ermöglicht so den cremigen Geschmack den wir vom Speiseeis kennen.



