Versuch 104: Leuchtende Gasperlen - Einleitung

Butan ist ein einfacher Kohlenwasserstoff. Das n-Butan wird unter -0.5°C flüssig, was wichtig für folgenden Versuch ist.

Butan (Summenformel: C4H10) gehört in der organischen Chemie zur Gruppe der Alkane. Alkane sind kettenförmige Kohlenwasserstoffe, also Ketten aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen.

Diese sind bei den Alkanen ausschließlich durch Einfachbindungen verbunden. Alkane werden über die Anzahl der Kohlenstoffatome beschrieben. Von Alkan zu Alkan kommt je ein Kohlenstoffatom mit anhängenden Wasserstoffatomen in die Kette hinzu.

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! Schutzhandschuhe tragen! Leichtentzündlich In den Abfall geben.

Chemikalien

  • Flüssiger Stickstoff

Materialien

  • Kartuschenbrenner
  • Dewar-Gefäß
  • Abdampfschale
  • Holzspan
  • gr. Reagenzglas
  • Stativklammer

Durchführung

Man füllt ein Dewar-Gefäß mit flüssigem Stickstoff und stellt es in einen Abzug. Man spannt ein großes Reagenzglas in eine Stativklammer und stellt das Reagenzglas in das Dewar-Gefäß.

Nun öffnet man den Gashahn am Kartuschenbrenner und leitet etwas Gas in das Reagenzglas. Sollte der Gasgeruch verstärkt wahrgenommen werden schließt man den Gashahn einen Moment lang, bis man weiter füllt.

Nach etwa 3 Minuten dürfte sich genug Gas im Reagenzglas gesammelt haben. Man stellt eine Abdampfschale in den Abzug und zündet einen Holzspan an, den man nur glimmen lässt. Nun schüttet man den Reagenzglasinhalt in die Abdampfschale und berührt die dort entstehenden Tropfen mit dem glimmenden Span.

Entsorgung

%

Ergebnisse

In der Abdampfschale sammeln sich Tropfen von flüssigem Butangas. Auf Grund des Leidenfrost-Phänomens (siehe Versuch 103) rasen die Tropfen in der Abdampfschale herum. Berührt man die Tropfen mit dem glimmenden Span glühen sie auf, oder entzünden sich.

Das flüssige Butangas ist durch den Holzspan nicht entzündbar, es verdampft aber in der Schale. Das entstehende Butangas lässt sich durch den Glimmspan zünden und sorgt für das "Leuchten der Gasperlen".

Hinweise

Bei Versuchen mit flüssiger Luft oder flüssigem Stickstoff muss der Raum stets gut belüftet werden, weil bei andauernder Demonstration große Mengen an Stickstoff frei werden! Grundlegende Vorkehrungen, wie das Tragen von Schutzhandschuhen und Schutzbrille sind bei den tiefen Temperaturen unabdingbar. Auf Grund des ausströmenden Gases muss der Versuch in einem Abzug gemacht werden.

Versuchsbild

Bild zu Versuch: Leuchtende Gasperlen

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