Dewar-Gefäß, ein isolierender Zylinder, klingt auf den ersten Blick sehr fachlich. Dabei ist solch ein Gefäß in mindestens jedem zweiten Haushalt zu finden. Im Alltag sagen wir zu unseren Dewar-Gefäßen allerdings Thermoskanne.
„Schatz hast du auch das Dewar-Gefäß mitgenommen?“ klingt ja auch ziemlich seltsam beim sonntäglichen Familienpicknick. Dewar-Gefäße dienen der thermischen Dämmung. Sie sind benannt nach Sir James Dewar, einem schottischen Physiker.
Generell schützt man den heißen Tee oder Kaffee vor der kälteren Umgebung. Rückwärts funktioniert das Prinzip allerdings auch. Mann kann in der Thermoskanne auch kalte Flüssigkeiten vor der wärmeren Umgebung schützen. In unseren Experimenten mit flüssigem Stickstoff verwenden wir ein solches Gefäß, um den kalten flüssigen Stickstoff vor der wärmeren Umgebung zu bewahren.
Das Gefäß ist mit einem wärmereflektierenden Material beschichtet (verspiegelt), unter dem sich ein luftleerer Raum befindet. Der Abtransport von Wärme aus dem Gefäß oder in das Gefäß wird dadurch erschwert. Der luftleere Raum leitet Wärme sehr schlecht und Wärmestrahlen werden von der Metallschicht des Gefäßes reflektiert.



