Alle Materie des Universum kann in drei unterschiedlichen grundlegenden Zuständen vorkommen: fest, flüssig oder gasförmig. (Physiker mögen mir verzeihen, wenn ich das Plasma außen vor lasse, einen Zustand der z.B. in Sternen vorherrscht.) In diesen drei Formen kommt auch jeglicher Stoff auf der Erde vor. Man nennt diese Grundzustände der Materie Aggregatzustände.
In welchem Zustand sich ein Stoff (Aggregat) gerade befindet hängt von den physikalischen Größen Temperatur und Druck ab. Zur Beschreibung des Wechsels eines Stoffes aus einem in den anderen Zustand benutzt man bestimmte Begriffe. Wechselt eine Flüssigkeit in den Gaszustand nennt man das gemeinhin kochen, sieden oder fachlich genau verdampfen. Das kann man sich gut an Hand von kochendem Wasser vorstellen aus dem Wasserdampf wird.
Hält man einen Deckel in den Wasserdampf beschlägt er - es bilden sich Tröpfen. Temperatur wird dem Dampf entzogen. Er ist wieder flüssig geworden. Diesen Aggregatswechsel vom Gas zur Flüssigkeit nennt man Kondensieren.
Wird festes Eis durch Temperaturerhöhung also Wärmezufuhr flüssig, dann sagt man es schmilzt. Wird Wasser im Kühlschrank gekühlt zu Eis nennt man diesen Vorgang Erstarren.
Zwei weitere Übergänge zwischen den Zuständen sind möglich. Leider begegnen uns diese in unserem Alltag nur relativ selten. Wäsche, die im Winter draußen hängt trocknet trotz der Kälte nach einiger Zeit. Bei trockener Luft und knackiger Kälte gefriert das Wasser in der Wäsche und verdampft von dort aus. Schwer vorzustellen, oder? Man sagt zum Fall des direkten Übergangs von fest nach gasförmig sublimieren. Die Sublimation ist der direkte Übergang vom festen in den gasförmigen Gaszustand, ohne das der Stoff zwischendurch flüssig wird. Im Umkehrschluss können auch Gase direkt fest werden, durch Resublimation.
Experimentell zu beobachten sind beide Vorgänge bei Trockeneis, der festen Form des Kohlenstoffdioxids oder bei einem Vertreter der Halogene: dem Iod.



