Magnesium ist bei Normaltemperatur ein recht unscheinbares Element. Seinen Namen hat es seinem Fundort Magnesia in Ostgriechenland nach. Historisch waren vor allem Magnesiumverbindungen bekannt, bevor es elementar, also in Reinform gefunden bzw. entwickelt werden konnte. Die Elektrolyse ist das Mittel zum Zweck, um aus Magnesiumsalzen reines Magnesium zu reduzieren.
Dieser Mangel an elementarem Metall deutete schon darauf hin, dass Magnesium doch ein recht reaktives Element ist. In reiner Form ist es im Alltag überwiegend als Teil von Anspitzern in Gebrauch. Aktiviert man Magnesium durch Energiezufuhr (Wärme) zeigt es ein anderes Bild: ein höchst reaktives! Erst einmal entzündet brennt es nicht nur an der Luft, oder in reinem Sauerstoff. Auch in Kohlenstoffdioxid, Wasserdampf, Stickstoff oder Chlor verbrennt es. So ist es Gefahr und Segen zugleich.
Bei Bränden in Magnesiumlagern ist das Löschen mit Wasser oder Kohlenstoffdioxid schwierig, als Magnesiumfackel kann es sogar unter Wasser brennen. Die hohe Menge an Energie in Form von gleißendem Licht, die bei Reaktionen des Magnesiums frei wird machte es lange Zeit zur Basis von Blitzlichtmischungen in der Fotografie aber auch zum Bestandteil von Brandbomben. Sogar die Temperaturen des gefrorenen Kohlenstoffdioxids haben der Energie der Reaktion nichts entgegen zu setzen. Magnesium reagiert spektakulär lärmend und leuchtend mit dem Trockeneis.



