An Tankstellen ist das Rauchen nicht erlaubt und das nicht ohne Grund. Grund dafür sind leicht entzündliche Gase der Kraftstoffe. Diese leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffe sind nicht nur leicht entzündlich sondern in der richtigen Mischung auch explosiv. Bei Bildern in Zeitungen oder Reportagen im Fernsehen, die von Gasexplosionen in Wohnhäusern berichten kann auffallen, dass die Explosion meistens im Erdgeschoss oder höheren Etagen stattgefunden hat.
Zugegebener Maßen ist das in vielen Fällen gar nicht mehr zu erkennen. Untere Etagen sind in glücklichen Fällen nicht betroffen, doch ergeht es den dortigen Bewohnern auch nicht besser. Tritt in einem Mehrfamilienhaus Gas aus, so passiert dies am häufigsten im Keller. Im Keller breitet sich das Gas weitläufig aus, verdrängt die dortige Luft und überschreitet damit schnell die Explosionsgrenze. Diese ist das Mischungsverhältnis von Luftsauerstoff und Gas, bei dem beide explosiv reagieren.
In höheren Etagen ist die Belüftung der Räume deutlich besser und somit auch die Durchmischung des Gases mit Sauerstoff. Als Zündquelle reicht ein Funke, der durch ein eingeschaltetes Elektrogerät oder einen eingeschalteten Lichtschalter entstehen kann. Tritt Gas in höheren Etagen aus, so sinkt es, schwerer als Luft, in die unteren Etagen, bis es zur Zündung auf Grund eines günstigen Mischverhältnisses kommt. So kann Bewohnern unterer Etagen zwar die Explosion erspart bleiben, das sinkende Gas kann aber die Luft verdrängen und so im Schlaf töten.
Zum Schutz gegen Gasunfälle mischt man dem geruchlosen Heizgas Geruchsstoffe bei, die beim Austritt aus der Leitung darauf aufmerksam machen. Daneben kann man nur eine makabere Methode aus dem Bergbau nutzen. Eine Familie wurde in Ihrem Haus vor einem Gasleck von ihrem Wellensittich gewarnt und gerettet. Der kleine Held wurde durch viel geringere Mengen von Kohlenstoffmonoxid getötet, als für seine Gastfamilie nötig wäre. Diese fand den toten Vogel in seinem Käfig, vernahm einen leichten Gasgeruch und konnte noch rechtzeitig das Haus verlassen.



