Salpetersäure gehört zu den stärksten anorganischen Säuren in der Chemie. Salpetersäure, auch Hydrogennitrat genannt, hat ihren Namen vom Salpeter (versch. Nitratsalze), aus dem sie durch Zugabe einer stärkeren Säure gewonnen werden kann. Hier gilt die chemische Bauernregel: Die stärkere Säure löst die schwächere aus ihrem Salz. Beispielsweise die Salzsäure oder Schwefelsäure sind noch stärker, als die Salpetersäure und lösen damit die Bauernregel ein.
Salpetersäure reagiert wie andere Säuren mit unedlen Metallen aber auch mit edleren Metallen. Sogar Silber wird von ihr angegriffen. Die Säure oxidiert die Metalle in ihre Ionenform und macht sie so wasserlöslich. Salpetersäure wird in der Goldgräberei verwendet, um das edle Gold von anderen Metallen zu trennen, mit denen das Gold aus dem Berg gefördert wird.
Um auch die Königsfamilie der Metalle, das Gold und Platin, in ihre Ionenform zu oxidieren bedarf es des Königs der Säuren, dem Königswasser. Königswasser ist eine Mischung aus Salz- und Salpetersäure, die durch Bildung von sehr reaktiven Zwischenprodukten (z.B. atomares Chlor oder Nitrosylchlorid) auch die edelsten Metalle Gold und Platin zu oxidieren vermag.



