Konzentrierte Schwefelsäure (früher auch Vitriolöl) gehört zu den unangenehmen Vertretern im Chemielabor. Die auch Dihydrogensulfat genannte Säure ist in konzentrierter Form eine ölige Flüssigkeit und eine sehr starke Säure, die besonders gut mit organischem Material reagiert und dazu stark hygroskopisch (Wasser ziehend) wirkt.
Kleidung oder die Haut selber sind so potentielle Quellen für ungewollte chemische Experimente mit der Schwefelsäure. Eine Geschichte aus dem Chemielabor: “Ein Tag nach dem Ansetzen von Säuren im Labor, auf dem Weg durch die Innenstadt, fiel mir ein kleines Loch in meiner Hose auf. Die Verwunderung wie dieses Loch entstanden war wurde mit dem Wachstum des Loches immer kleiner. Zu Hause angekommen hatte das Loch inzwischen einen Durchmesser von 2 cm und ich eine Hose weniger.“
Ein einziger Tropfen Schwefelsäure aus einer Pipette war der Auslöser und die Luftfeuchtigkeit beim Gang durch die Stadt unterstützte den Vorgang der Verteilung im Stoff und dessen Strukturzersetzung. Nicht nur deshalb waschen Chemiker und Laboranten gebrauchte Laborkittel nicht in der Waschmaschine. Oft verschwinden die verunreinigten Kittel beim Waschen teilweise in der Abwasserleitung.



