Die Alchemie ist der Vorgänger der heutigen Wissenschaft Chemie. Vorurteile, die Alchemie sei nur mittelalterliche Hexenkunst werden der Alchemie nicht gerecht. Sie kann vielmehr zahlreiche berühmte Vertreter der Antiken Kulturen vorweisen, die als Alchemisten grundlegende Konzepte zur heutigen Chemie lieferten, die aber erst nach dem Mittelalter von Wissenschaftlern wieder aufgenommen wurden.
Demokrit, Paracelsus oder Isaac Newton sind nur einige berühmte Vertreter der Alchemie. Trotz dieser strahlenden Vertreter greift das Vorurteil für einen Teil der Alchemie, der auch „Stein der Weisen“ genannt wird. Im Mittelalter versuchten viele Gelehrte verzweifelt und oft unter Druck der Krone aus anderen Stoffen das Element Gold herzustellen.
Die Physik hat im letzten Jahrhundert bewiesen, dass dieses Vorhaben mit Mitteln der Chemie unmöglich war. In chemischen Reaktionen werden Atome neu angeordnet, nicht aber neu geschaffen oder in andere gewandelt. Erst der Kernphysik ist es gelungen durch Neutronenbeschuss Atome zu spalten oder zu erweitern, aber das ist wie schon erwähnt, erst ein Verdienst des 20. Jahrhunderts.
Hunderte Jahre davor schafften es dennoch einige findige Gaukler und Nepper mit Tricks und Kniffen den Adel zu blenden, um damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Idee, Gold zu synthetisieren war sicher auch ein lockendes Angebot für Adelige, doch am Ende verloren die feinen Damen und Herren dabei nur das Gold, das sie schon hatten und die Alchemisten häufig ihren Kopf. Ein alchemistischer Trick aus dieser Zeit ist die Synthese eines güldenen Stoffes aus Kupfer und Zink.



