Die „Naturgeschichte einer Kerze“ [the chemical history of a candle] ergründete schon im 19. Jahrhundert der britische Forscher Michael Faraday. Die Motivation des ansonsten eher für elektromagnetische Phänomene berühmt gewordenen Physikers zu seinem Werk folgt zweierlei Gründen. Zum Einen schätzte Faraday den damals nicht unbedingt üblichen, phänomenologischen und experimentellen Ansatz zur Lösung naturwissenschaftlicher Fragestellungen, was ihn zur Vorlesungsreihe des gleichen Namens bewegte.
Er wollte mit seiner sehr alltäglichen Vorlesung vor allem junge Leute für die Naturwissenschaft begeistern. Der zweite Grund, der also für die thematische Ausrichtung sorgte, ist die Alltäglichkeit der Kerze, im 19. Jahrhundert. Die Kerze war das wohl alltäglichste physikalische Phänomen in der Zeit, in der die Elektrizität noch in den Kinderschuhen steckte.
Das Werk Faradays zeigt auf mehreren hundert Seiten, den Umfang naturwissenschaftlicher Hintergründe, die allein von einer Kerze ausgehen. Ob es nun um Edukte oder Produkte, äußere Bedingungen, das Licht, die Wärme oder die ureigentliche Funktionsweise der Kerze geht – die Kerze hat sehr viel Erstaunliches zu bieten. Ein besonders spektakuläres Experiment ist beispielsweise der Wachsflammenwerfer. Aus nicht mehr als Wachs, Wärme und Wasser entsteht ein explosives Gemisch, einem Flammenwerfer gleich.


![Die „Naturgeschichte einer Kerze“ [the chemical history of a candle] ergründete schon im 19. Jahrhundert der britische Forscher Michael Faraday. Die Motivation des ansonsten eher für elektromagnetische Phänomene berühmt gewordenen Physikers zu seinem Werk folgt zweierlei Gründen. Zum Einen schätzte Faraday den damals nicht unbedingt üblichen, phänomenologischen und experimentellen Ansatz zur Lösung naturwissenschaftlicher Fragestellungen, was ihn zur Vorlesungsreihe des gleichen Namens bewegte. Bild zu Versuch: Der Wachsflammenwerfer](http://www.netexperimente.de/images/chemexp/34.jpg)
