„Halogene bilden Salze!“ So beginnt ein ganzes Kapitel in vielen Schulbüchern. Genauer wird beschrieben, dass Halogene mit Metallen zu Metallhalogeniden reagieren.
Sie sind dabei sogar sehr gründlich, also reagieren deutlich, meist ohne zusätzlich benötigte Aktivierungsenergie mit dem Metallpartner. Die Halogene sind eine chemische Elementfamilie, also eine Gruppe von Elementen mit ähnlichen chemischen Eigenschaften.
Da wäre z.B. das Fluor, der wohl stärkste Vertreter der Familie. Es folgen das Chlor, das Brom, das Iod und das Astat. Ihr starkes Reaktionsvermögen bringt mit sich, dass sie uns zumeist in Form von Verbindungen begegnen. Kraftvolle Reaktionen, wie auch die des Aluminiums mit Iod finden in unserer Umgebung nicht mehr alltäglich statt. Sie haben vielmehr schon vor langer Zeit stattgefunden, was unserer Erde einen gewissen Salzreichtum beschert hat. Sofort fällt einem bei Salzen das Natriumchlorid ein. Als Speisesalz steht - oft mit Salzen des Iods versetzt - es in jedem Haushalt.
Seltener sind da schon Fluorsalze und Fluorverbindungen. Trotzdem nutzen wir sie morgens und abends im Bad. Genau! Zahnpasta enthält Fluoridverbindungen, die den Zahnschmelz härten sollen.
Bromide, die Salze des Broms, finden sich kaum in unserem Alltag. Silberbromide finden bei der Herstellung von klassischen Filmen und Fotopapieren für die Schwarz/Weiß-Fotographie noch heute Verwendung.
Astat ist das wohl seltenste natürliche Element auf der Erde und jedes bekannte Isotop ist stark radioaktiv und sehr kurzlebig. Man schätzt, dass auf der Erde nicht mehr als 25 Gramm Astat existieren. Hier ist es schwer von seinen Salzen zu sprechen. Erfreuen wir uns lieber an seinen Geschwistern, die uns das Frühstücksei würzen und unsere Zähne pflegen.



