Feuerspucken ist ein für Anfänger recht riskantes Unterfangen. Mit Petroleum oder anderen Flüssigkeiten pustet der Artist in eine Flamme. Durch die feine Verteilung der Flüssigkeit kommt es zur schnellen Verbrennung, der sichtbaren Stichflamme. Da es bei Anfängern leicht zu Verbrennungen oder Vergiftungen durch verschlucken kommen kann, bedienen sich diese lieber der Bärlappsporen.
Bärlappsporen (Lycopodium) sind Sporen verschiedener Bärlapparten. Schon im Mittelalter wurden sie von Gauklern und fahrenden Künstlern zum Erzeugen pyrotechnischer Effekte verwendet. In ländlichen Gegenden wurden zuweilen auch Schornsteine durch die Zündung von Bärlappkraut gereinigt, wobei das leider manches Mal die letzte Reinigung für den Schornstein war.
Der WDR berichtet auf einer seiner Internetseiten noch Heute von der größten Mehlstaubexplosion der deutschen Geschichte. Die Bilanz der Explosion in der Bremer Rolandmühle im Jahre 1979 sind 14 Tote, 17 Verletzte und ein Sachschaden von umgerechnet über 50 Millionen Euro.
Ein kleines Feuer löste eine Kettenreaktion in der Mehl lagernden Mühle aus. Jede neue Explosion wirbelte weiteres Mehl auf, das weitere Explosionen auslöste. Prinzipiell ähnlich ist auch die kontrollierte Explosion von Bärlappsporenstaub in folgendem Versuch.



