Tiere, die im Wasser leben, brauchen Sauerstoff zum Atmen. Das die meisten Tiere dazu ihre Kiemen benutzen ist wohl kein Geheimnis. Doch woher nehmen die Fische den Sauerstoff? Stammt er aus dem Wassermolekül selber und wird es in den Kiemen chemisch zersetzt? Nein, die Chemie ist hier nicht gefragt!
Machen wir uns das mit einem anderen Beispiel klar. Beobachtet man Wasser beim Sieden auf dem Herd kann man auf die Lösung (Anm.: „Welch ein herrliches Wortspiel!“) kommen. Die ersten, im Topf aufsteigenden Blasen sind nicht etwa Wasserdampf. Die Temperatur ist dafür noch zu gering.
Es sind vielmehr im Wasser gelöste Gase! In Mineralwasser und Brause ist hinnehmbar zu erkennen, wie viel Gas in Wasser lösbar ist. (Zum Beweis einen Ballon auf eine Brauseflasche stecken und leicht schütteln.) Ebenso, wie in der Brause verhält es sich auch in reinem Quellwasser, oder im Wasser von Seen und Ozeanen.
Sauerstoff aus der Luft kann im Wasser gelöst werden. Durch die Bewegungen der Wassermoleküle lagert es sich in den Zwischenräumen zwischen den Molekülen ein. Bei 20°C lösen sich maximal 31mL Sauerstoff in einem Liter. Das reicht den Fischen zum Atmen. Es erklärt sich auch der Einsatz von Pumpen in Aquarien, um das stille Gewässer in Bewegung und unter Sauerstoff zu halten.
Das vorliegende Experiment „Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid“ kann nun ganz praktisch, an Hand des Kohlenstoffdioxidgases, zeigen, wie sich Gase in Wasser lösen.



