Ein beliebter Standardversuch zum Themenbereich Redoxreaktionen ist die Reaktion von Schwefel und Eisen. Es reagieren 2 Stoffe unter Flammenerscheinungen miteinander und keiner der beiden ist Sauerstoff oder hat Sauerstoff als Bestandteil.
Damit kann ein logischer Übergang von der Redoxreaktion als Reaktion mit Sauerstoff zur Reaktion mit Elektronenübertragung gemacht werden. Die Oxidation wird im Alltag oftmals nur als Reaktion mit Sauerstoff verstanden. Diese Definition ist historisch längst überholt. Schwefel und Eisen zeigen, dass Sauerstoffreaktionen nur ein (zugegebenermaßen häufig vorkommender) Spezialfall der Redoxreaktionen sind.
Über das Produkt gerade dieser Reaktion, nämlich das Eisensulfid lässt sich weniger sagen. Es ist ein natürlich vorkommendes Mineral, dass Magnetkies oder Pyrrhotin genannt wird und gelegentlich verhüttet (in Eisen umgewandelt) wird. Schülern ermöglicht das Experiment mit beiden Stoffen aber auch die Erfüllung eines oft geäußerten Traumes. Die Umsetzung des Eisensulfides mit einer anderen Chemikalie setzt stinkendes „Stinkbombengas“ frei. Das ist allerdings nun wieder ein ganz anderer Versuch.



