Eiswürfel schwimmen im Wasser. Eisschollen schwimmen im Wasser. Das Eis auf dem zugefrorenen See? Ja genau, es schwimmt auch auf dem darunter liegenden Wasser! Doch warum schwimmt das Eis eigentlich auf dem See und geht nicht unter?
Werfen wir einen Seitenblick in die Physik. Grund für die Option, in Flüssigkeiten wie dem Wasser zu schwimmen, ist eine Kraft, die gegen die Schwerkraft gerichtet ist – die Auftriebskraft. Das archimedische Prinzip beschreibt sie. Im Fall des Schwimmens ist diese Kraft gleich der Gewichtskraft des Objektes. Beide Kräfte stehen im Gleichgewicht. (Das stellt sich nicht nur in der Chemie, sondern auch in der Physik ein.) Ist die Gewichtskraft größer als die Auftriebskraft sinkt der Körper in der Flüssigkeit, ist sie kleiner, steigt der Körper nach oben.
Soweit eine schöne Betrachtung, doch was ist diese Auftriebskraft genau und wie entsteht sie? Taucht ein Körper ins Wasser verdrängt er es. An den Seiten des Körpers herrscht der gleiche Druck, ausgelöst durch das Wasser. Das können wir also erst einmal außen vor lassen. In die Tiefe gehend nimmt der Wasserdruck allerdings zu (da das Wasser darüber "draufdrückt"). Er ist also an der Unterseite des Körpers höher, als an der Oberseite(selbst bei kleinsten Dingen ist das so). Der Druck ist eine Art der Beschreibung einer Kraft, die auf eine Fläche (hier die des Körpers) wirkt. Ist der Druck am unteren Ende des Körpers höher ist dort auch die Kraft auf den Körper größer; er wird nach oben bewegt, bis sich das schon erwähnte Gleichgewicht einstellt.
Das vorliegende Experiment zeigt dem Namen zu Folge die Dichteanomalie des Wassers. Eis schwimmt auf dem Wasser; andere feste Stoffe schwimmen aber nicht in ihren flüssigen Formen (z.B. Wachs in Wachs). Die Dichte scheint eine wesentliche Rolle zu spielen. Welche soll das Experiment beantworten. Hier sei nur noch erwähnt, dass wir zur Beschreibung des Auftriebs auf die Dichte zu sprechen kommen müssen.
Sie ist das Verhältnis zwischen Masse und Volumen eines Körpers. Betrachten wir zwei Körper gleicher Volumina wird der Zusammenhang zum Auftrieb klar. Die höhere Masse führt zu einer höheren Gewichtskraft, die den Körper sinken lässt. Eine möglichst geringe Dichte ist dem Schwimmen also sehr zuträglich. Na klar, Styropor, ein Luftballon oder auch ein (innen hohles) Boot schwimmen doch sehr gut – ihre Dichte ist gering. Nun aber genug der Physik. Bestaunen wir eine besondere Eigenschaft des Wassers: seine Dichteanomalie!



