Ein Stück Natrium löst sich im vorliegenden Experiment in Salzsäure auf. Für sich genommen ein schön anzusehender, doch recht abstrakter Versuch. Verallgemeinert man ihn und überträgt ihn in unseren Alltag, stellt sich heraus, dass er doch recht viel damit zu tun hat.
Natrium ist ein Alkalimetall, unterscheidet sich in der Reaktion mit Säuren prinzipiell aber wenig von anderen Metallen. Metalle reagieren mit Säuren. Dies ist ein Spezialfall der Korrosion. Kommen wir zu einer einfachen Alltagsfrage, die sich jeder bestimmt schon einmal gestellt hat. Warum haben Konservendosen aus Metall eigentlich eine Plastikbeschichtung an ihrer Innenseite? Genau aus dem Grund, aus dem Natrium nicht in Salzsäure geworfen werden sollte! Klären wir auf:
Auch leicht saure Lebensmittel enthalten Säuren, die mit dem Metall der Dose reagieren und das Lebensmittel "ver(metall)salzen". Es sind Metallsalze, die sich bei der Reaktion von Säuren mit Metallen bilden. Nicht alle Metalle reagieren in gleicher Weise mit Säuren. Besonders edle Metalle, wie Gold oder Platin lassen sich schwer durch Säuren angreifen. Das macht man sich bei der Goldsuche zu nutze.
Gold kommt in der Natur immer im Gemisch mit anderen Metallen vor. Mit Säuren löst man die unedlen Metalle und kann sie in der Lösung vom Gold trennen. Die Reaktion von Säuren und Metallen nutzt man weiterhin in der Kunst, um mit Metallätzungen Bilder zu schaffen. In der Technik werden Metallplatinen mit Hilfe von Salzsäure oder anderen Säuren geätzt.



