Im kleinen Zylinder färbt sich die Lösung zunehmend blau/grün und Blasen steigen auf. Am Ende des Versuchs ist die Uhr zerfallen und die Metallstücke dünn und brüchig. Die Natronlauge greift die Schweinepfote im großen Zylinder leicht an. Die Lösung trübt sich. Die Schweinepfote in konzentrierter Salzsäure löst sich komplett auf. Zurück bleiben eine dunkle Lösung und eine unförmige helle Maße.
Säuren reagieren mit Metallen, wie dem Eisen der Edelstahluhr unter Bildung von Metallsalzen und Wasserstoff.
Reduktion: 2H3O+ + 2e- → H2 + 2H2O
Oxidation: Fe → Fe2+ + 2e-
Gesamt: 2H3O+ + Fe → H2(g) + Fe2+(aq) + 2H2O
Neben Eisen sind in der Edelstahluhr weitere Metalle, wie z.B. Chrom, vorhanden, deren Ionen für die Färbung der Lösung verantwortlich sind.
Die Reaktionen der Säure und Lauge mit der Schweinepfote sind vielseitig. Einige mögliche Reaktionen haben wir im Folgenden aufgelistet:
Die Zellen im Körper sind überwiegend aus Proteinen aufgebaut, die durch die Säure denaturiert werden. Das heißt, sie ändern ihre Struktur, die räumliche Anordnung, unwiederbringlich. Dabei werden die größeren Zellstrukturen, die aus Proteinen aufgebaut sind zerstört. Enzymatische Vorgänge laufen, wenn überhaupt, nun unkoordiniert und nicht mehr voneinander getrennt ab, so dass der Zersetzungsprozess auch vom Körper selber gefördert wird.
Die starke Konzentration an Säure führt weiterhin dazu, dass Peptidbindungen zwischen den Aminosäuren der Proteine aufbrechen (Hydrolyse) und so die Proteine weiter abgebaut werden. Knochen weitgehend bestehen aus Carbonaten und Proteinen. Proteine werden, wie oben beschrieben zersetzt und Carbonate wandeln sich in Anwesenheit einer stärkeren Säure zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Am Ende des Zersetzungsprozesses bleibt lediglich Fett über, das auf der Lösung schwimmt.
Die Lauge reagiert unscheinbarer mit der Schweinepfote, dennoch ist zu erkennen, dass die Pfote angegriffen aussieht. Die starke Natronlauge neutralisiert zuerst den natürlichen Säureschutzmantel und verseift dann zunächst Fette auf und nahe unter der Haut. Die entstehende Seifenschicht schirmt die Pfote teilweise vor weiterer Lauge ab. Einige Proteine werden ebenfalls von der Lauge hydrolysiert (zersetzt). Dieser Prozess läuft aber in der Regel, obwohl er irreversibel ist, deutlich langsamer ab, als in Säuren.
So harmlos die Lauge nun im Gegensatz zur Säure erscheint, sie ist es nicht. Schon wenige Tropfen stark verdünnter Natronlauge auf der Netzhaut des Auges können zur Erblindung führen! In vielen Fällen ist das Resultat einer Verätzung mit Laugen schwerwiegender, als das einer Verätzung mit einer Säure. Bei einem (Labor-)Unfall ist sie nur schwer durch Wasser abzuwaschen, da das verätzte Gewebe eine seifige Konsistenz annimmt.
Da Säuren und Laugen uns auch in konzentrierter Form im Haushalt (Essigessenz, Rohrreiniger, usw.) begegnen sollten wir auch dort im Umgang mit ihnen genau auf die Vorgaben der Verpackung achten!
Dadurch sollte niemand verunsichert werden. Haushaltsreiniger sind aus einem modernen Haushalt kaum wegzudenken, und wenn man die Sicherheitsvorschriften beachtet, kann im Grunde nichts passieren. Armaturen für Badezimmer, wie zum Beispiel aus dem Hause Pharo, wollen gepflegt werden und danken einem die Pflege mit einem lebenslangen Glanz. Und Schmutz und Kalk wird man nunmal nur mit einem Reinigungsmittel Herr.