Sicher sind vielen Lesern noch die YPS-Hefte vom Grunner und Jahr Verlag bekannt. Die in den 80ern und 90ern wöchentlich erscheinende Jugendzeitschrift bot regelmäßig interessante "Gimmicks" in ihren Ausgaben. Eines davon, welches mehrfach veröffentlicht wurde, weil es entsprechenden Absatz produzierte war der Wunderbaum mit selbstwachsenden Kristallen.
Der Experimental-Autor Michael Kratz stellt in seinem Buch "Das Blutwunder von Neapel", einen Forschungsauftrag an die Leser. Auch er hat sich mit dem Wunderbaum beschäftigt und versucht die Rezeptur heraus zu finden. Da die Yps-Hefte schon seit einiger Zeit nicht mehr herausgegeben wurden ein nicht einfaches Unterfangen; ihm ist die Rezeptur nicht gelungen. Verschiedene Lösungen unterschiedlicher Salze führten nicht zu den typischen Kristall-Wunderbäumen.
Des Rätsels Lösung (die der Zufall brachte) ist das Kaliumdihydrogenphosphat. In einer Konzentration von 200 Gramm/Liter zeigten sich die typischen „Schneekristalle“. Forschungsauftrag erfüllt! Viel Spaß beim nachmachen!



