Versuch 56: Eine Flasche, die nicht lesen kann - Beschreibung

Schreibe auf das Blatt Papier zwei Namen, z.B. Anna und Heidi. Die Namen müssen eng untereinander stehen.

Fülle die Flasche mit Wasser. Halte die Flasche über die Schrift und betrachte die Namen. Ändere die Entfernung zwischen Blatt und Flasche und schau wieder auf die Namen.

Erklärung

Wieso kann die Flasche nicht lesen? Im richtigen Abstand funktioniert die Flasche sogar sehr gut als Lupe. Die Flasche funktioniert hier, wie die Sammellinse einer Lupe, die Lichtstrahlen bündelt und ihre Laufwege ändert.

So kommt es in bestimmtem Abstand zu einem gedrehten Bild.

Als dauerhafte Lesehilfe sollte man die Flasche aber keinesfalls verwenden, doch die optischen Effekte sind reizvoll und der Versuch lohnt sich. Einfach ausprobieren!

Eine Lesehilfe hätte übrigens ein überraschend großer Teil der Bevölkerung nötig: Schon mehr als die Hälfte aller Deutschen trägt eine Brille. Den Brillenträgern kann nach diesem Experiment trotzdem nur der Weg zum Fachoptiker empfohlen werden; wer etwas fußfaul ist, kauft vielleicht lieber seine Brillen online. Dann sollte man lesen können, was die Flasche nicht lesen kann.

Materialien

  • PET-Flasche (durchsichtig)
  • Wasser
  • Blatt Papier
  • Stift

Bild vom Versuch

Bild zu Versuch: Eine Flasche, die nicht lesen kann

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